Angriff auf Ärztefreiheit

Schon 2008 hat das Ärzteblatt darauf hingewiesen, dass unser Gesundheitssystem “ein System voller Widersprüche” ist. Einerseits schreibt das Sozialgesetzbuch dem Arzt vor, dass er den allgemeinen Stand der medizinischen Erkenntnis im Auge haben muss und den medizinischen Fortschritt berücksichtigen soll, andererseits unterliegt er ökonomischen Zwängen und Vorgaben der Krankenkassen.
Trotzdem galt immer die Therapiefreiheit als ein wesentliches Element der ärztlichen Professionalität und dass der Arzt dem individuellen Patienten verpflichtet ist. Ebenso hat der Arzt eine berufsspezifische Sorgfaltspflicht walten zu lassen und nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln.

Würden Sie ihrem Arzt noch vertrauen, wenn sie wüssten, dass dieser Geld für die Empfehlung bestimmter Präparate erhält?
Oder gar seine Approbation – also die Voraussetzung dass er überhaupt als Arzt tätig sein darf – davon abhängt, was er Ihnen vorschlägt und ob er seine Quote erfüllt?

Vermutlich nicht. Oder Sie stünden zumindest den Empfehlungen des Arztes deutlich skeptischer gegenüber und würden eher selbst prüfen, ob das alles so seine Richtigkeit hat. Denn wenn es einheitliche Vorgaben gäbe, dann wäre auch das Einholen einer Zweitmeinung obsolet. Diese würde ja den gleichen Vorgaben unterliegen.

So etwas vermutet man – wenn überhaupt – nur in einem zentralistisch-diktatorischen Land wie Nordkorea oder China. Aber in einem Land, das sich demokratisch nennt und stolz auf seine freiheitlich-demokratische Grundordnung ist sicher nicht.

Erst Zwang auf Eltern, dann auf Ärzte

Kaum ist das verklärend genannte “Masernschutzgesetz” (wieso müssen eigentlich die Masern geschützt werden?) verabschiedet, werden weitere Zwangsmaßnahmen gefordert. So bezeichnet der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V., Professor Dr. Hans-Iko Huppertz, am 9. Januar 2020 in “medical tribune” Ärzte, die egal aus welchen Gründen auch immer nicht nach der Empfehlung der STIKO (Ständige Impfkommision) impfen, als “schwarze Schafe, denen man das Handwerk legen muss”. Und unterstellt, nicht zu impfen sein eine “ökonomische Masche“.

Das ist eine Verdrehung der Tatsachen vom Feinsten. Die Ärzte, die NICHT impfen und somit auch NICHT daran verdienen, machen das angeblich aus wirtschaftlicher Vorteilsnahme? Was bitte machen dann die Ärzte, die impfen und daran verdienen? Also wirtschaftliche Vorteile dadurch erzielen?
Wer so Behauptungen aufstellt, der scheint für wirtschaftliche Zusammenhänge und Schlussfolgerungen sicher nicht qualifiziert und geeignet zu sein. Oder er möchte bewusst durch diese Art von Framing eine bestimmte Gruppen diskreditieren.

Aber es geht noch weiter. Prof. Huppertz fordert die Auswertung von Krankenkassenabrechnungen, um die Ärzte mit unterdurchschnittlicher Impfquote als Impfskeptiker zu identifizieren und diesen ggf. die Approbation zu entziehen.

Mit keinem Wort wird in dem Artikel erwähnt, dass es selbst in der EU keinen einheitlichen wissenschaftlichen Konsenses beim Impfen gibt. Die 28 EU-Staaten empfehlen 28 verschiedene Impfstrategien. Entsprechend der bornierten Einstellung von Prof. Dr. Huppertz müsste dann den Ärzte in Norwegen, Holland oder Dänemark etc. auch allen das “Handwerk gelegt werden? Und wenn sich die Länder weigern, dann vielleicht mit Zwangsmaßnahmen?

Ebenso würden durch die Wunschvorstellungen von Prof. Dr. Huppertz die Vorteile und Empfehlungen eines “shared decision making” (SDM, partizipative Entscheidungsfindung) ad absurdum geführt. Bei SDM geht es darum, dass sich Ärzte und Patienten (bzw. deren Eltern) auf Augenhöhe gemeinsam um ein für den Einzelnen optimales medizinisches Vorgehen bemühen.

Transparenz statt Zwang

Viel sinnvoller für den Patienten und dessen Gesundheit wäre es, wenn Ärzte – nicht nur die in der eigenen Praxis, sondern auch die in der Klinik und in Verbänden wie Prof. Huppertz – ihre Verflechtungen mit der Pharmaindustrie und die daraus gezogenen Vorteile offen legen müssten. Impfen bringt GeldWas jede Bankberater inzwischen laut BGH-Urteil machen muss. Denn die mehr als 600 Mio. Euro Zuwendung der Pharmaindustrie an Ärzte sind sicher nicht “umsonst”.

Aber vielleicht muss sich Prof. Huppertz nach seiner fristlosen Entlassung als Chefarzt einer Kinderklinik auch nur für seinen Job als Geschäftsführenden Vorstand eines Verbandes erkenntlich zeigen? Oder für die erhaltenen finanziellen Zuwendungen von der Pharmaindustrie. Ein Schelm, der sich etwas dabei denkt, dass er inzwischen dieser Veröffentlichung widerspricht. Da könnte ja jemand auch so Auswertungen anstellen, mit denen er selbst Druck auf die Ärzte ausüben möchte.

Zudem wäre es viel sinnvoller, Prof. Dr. Huppertz und die ganze Ärzteschaft regelmäßig auf einen der wichtigsten Grundsätze ärztlicher Heilkunst hinzuweisen und bei Missachtung Konsequenzen zu ziehen:

Meine Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht.Eid des Hippokrates

Auf jeden Fall lassen die Aussagen von Prof. Dr. Huppertz und die Vorkommnisse um die durchgeführten Zwangsimpfungen bei Bauer Lorenz im Schwarzwald erahnen, dass es nicht nur bei der Masernpflichtimpfung bleiben wird. Ein Grund, Freunde und Bekannte über diese Zusammenhänge und Vorkommnisse zu informieren. Zum Beispiel durch Weiterleiten dieses Beitrags oder unsere Mitmachaktion. Damit wir auch morgen dem Rat unserer Ärzte noch vertrauen können.

Und lernt, was ihr zur Stärkung des Immunsystems und für eure Gesundheit selbst tun könnt.

 

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