Ein funktionierender Organismus

Gesundheit besteht nicht nur darin, dass es den Zellen und Organen gut geht, sondern dass diese auch miteinander harmonieren und sich gegenseitig unterstützen und helfen. Nicht vorstellbar, dass in dem Organismus Körper jeder Teil nur auf seinen Vorteil schaut. Zum Beispiel dass bei einer Anstrengung die Lunge zu den Muskeln sagt, ‘schaut wie ihr klar kommt’ und sich genüsslich zurück lehnt und mit dem Kreislauf weiter tratscht. Nein, da helfen alle zusammen. Es wird schneller geatmet und die Pulsfrequenz steigt, damit auch genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.
Egal ob bei einer Verletzung, einem Infekt, einer Krankheit oder einer Wespe im Anflug oder sonst etwas – es arbeiten immer alle Körperteile so gut wie möglich zusammen, weil das dem gesamten Organismus zu Gute kommt.

Gleiches gilt auch für einen sozialen Organismus, egal ob Familie, Verein oder Gemeinde. Was ein Mitglied gefährdet, das gefährdet letztendlich die gesamte Gruppe. Deshalb ist es wichtig, Einzelnen zum Beispiel bei Bedrohungen oder Ungerechtigkeiten beizustehen, auch wenn es einen selbst nicht betrifft. Um dies zu verdeutlichen eine kleine Geschichte die zeigt, dass es einen oft von einer ganz unerwarteten Seite doch treffen kann.

Katze-Maus

Die Geschichte mit der Mausefalle

Auf einem Bauernhof lebte eine kleine, kluge Maus, die mit ihren Knopfaugen alles gut beobachtete. So nahm sie eines Tages wahr, dass der Bauer Mausefallen aufstellte und witterte Gefahr. Sofort begab sie sich zu den anderen Tieren, um diese zu warnen. Doch die nahmen ihre Worte nicht ernst.
Mach nicht so ein Geschrei,” wies das Huhn sie zurecht, “eine Mausefalle mag für dich ein Problem sein, jedoch keinesfalls für mich!”
Das Schaf zeigte wenigstens Mitgefühl, indem es sagte: “Ich fühle mit dir und werde heute Abend für dich beten, doch mich betrifft das nicht.”
Schließlich blieb noch die Kuh, die aber auch abweisend war. Sie lachte nur: “Meinst du, eine Mausefalle könnte mir etwas anhaben? Hahaha! Was also habe ich damit zu tun?”

Da sie nirgendwo ein offenes Ohr fand und erst recht keine Hilfe, trippelte sie bedrückt in ihr Mauseloch zurück und versteckte sich dort in der hintersten Ecke. Schlafen konnte sie vor lauter Aufregung nicht.
So kam es, dass sie am frühen Morgen ein Poltern hörte – die Mausefalle war zugeschnappt. Kurz darauf kam die Bäuerin in die Küche, die das Geräusch auch gehört hatte und nun sehen wollte, ob die Maus getötet war. Im Dunkeln sah sie zunächst nicht, dass die Falle lediglich den Schwanz einer giftigen Schlange erwischt hatte. Ehe sie das Licht einschalten konnte, wurde sie von der Schlange gebissen und fing laut an zu schreien. Sofort stürzte der Bauer in die Küche, sah was geschehen war und fuhr seine Frau ins Krankenhaus, wo sie behandelt wurde und den giftigen Biss überlebte. Nur das Fieber wollte nicht weichen. Deshalb beschloss er, das Huhn zu töten, um ihr eine kräftige Brühe zu kochen.

Als die Bauersfrau wieder ganz gesund war, wurden alle Nachbarn eingeladen und es gab ein großes Fest. Um alle zu bewirten musste er allerdings sein Schaf schlachten.
Und als dann die Krankenhausrechnung kam sah sich der Bauer genötigt, die Kuh zum Schlachthof zu bringen. Er benötigte den Erlös, um alles bezahlen zu können.

Die kleine, kluge Maus hatte all die Geschehnisse genau beobachtet und machte sich nun ihre eigenen Gedanken: “Warum nur haben sie meine Warnung nicht ernst genommen?
Warum haben sie nicht begriffen, dass ein Problem, das einer von uns hat, auch alle anderen in Gefahr bringen kann?

Was lernen wir daraus?

 Schaut jeder auf sich, dann vergrößern sich die Risiken für alle. In einem funktionierenden Organismus helfen sich alle gegenseitig. Und eliminieren die Gefahren für jedes einzelne Mitglied. 

Selbst wenn es nicht so dramatisch wie in der Geschichte verlaufen muss, aber was bedeutet es zum Beispiel für eine Familie, wenn ein Familienmitglied nicht mehr arbeiten kann und gepflegt werden muss?
Oder um es mit Zahlen zu verdeutlichen: wenn für eine Gruppe von 36 Personen statt 3 Kuchen nur noch 1 Kuchen gebacken wird, weil ein Bäcker krank wird und ihn einer der beiden anderen Bäcker pflegen muss?
Das bedroht die Existenz der Familie bzw. Gruppe recht schnell. Und je mehr in einem Organismus im Argen ist, desto größer ist das Risiko für jeden Einzelnen.

Dass bei uns nicht nur im Gesundheitswesen einiges im Argen liegt, das haben die meisten inzwischen vermutlich bemerkt. Woran die Gefahren zu erkennen sind und was vor allem zu tun ist, das verdeutlicht das Seminar “Die Zeichen der Zeit“.

 

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