Sonntagsbrötchen – ohne Getreide

Kennen Sie das auch, dass es einen leckeren Kuchen oder frische Brötchen gibt – und Sie sich danach müde und energielos fühlen? Und dann oft auch einen aufgeblähten Bauch haben?
Da es uns auch so ging backen wir uns unsere Sonntagsbrötchen ohne Getreide selbst. Die sind super locker und lecker – und halten sich dazu auch noch 3 Tage frisch, was man von gekauften Brötchen nicht sagen kann.

Buchweizen statt Getreide

Auch wenn es der Name vermuten lässt und Buchweizen ähnlich wie Getreide schmeckt, ist er keines. Buchweizen ist ein Köterichgewächs und gehört zu den Süssgräsern. Deshalb ist er auch frei von Gluten (dem Klebereiweiß des Getreides) und Lektinen. Lektine sind Proteine, die dazu führen können, dass das Blut dickflüssiger wird.
Sowohl auf Gluten wie auf Lektine reagieren heute immer mehr Menschen “allergisch”, zum Beispiel mit einer Irritation der Darmflora oder chronischen Entzündungsprozessen.

Buchweizen der Gesundheit zu liebe

Auch was die gesundheitliche Wirkung angeht steckt einiges in Buchweizen, z.B. das Flavonoid Rutin. Dies reduziert oxidative Schäden in den Blutgefässwänden und führte zu einer Senkung bei Bluthochdruck. Durch die Stärkung der Blutgefäss- und Kapillarwände hilft es auch bei Krampfadern und Hämorrhoiden, bzw. beugt diesen vor.
Das im Buchweizen enthaltene Lecithin hilft bei der Regulierung des Cholesterinspiegels, indem es die vermehrte Aufnahme hemmt. Zudem ist es ein wichtiger Nährstoff für die Leberzellen, den diese für ihre Hauptaufgabe, die Entgiftung, benötigen.

Rezept Sonntagsbrötchen ohne Getreide

ZutatenSonntagsbrötchen ohne Getreide
25 g Hefe
600 ml lauwarmes Wasser
1 Prise Zucker
100 g Hirseflocken, gemahlen
200 g Buchweizenmehl
100 g Kartoffelmehl
1 TL Salz
30 g Flohsamenschalen
25 g Sonnenblumenkerne

In einer Schüssel die Hefe im lauwarmen Wasser mit einer Prise Zucker auflösen. Die übrigen Zutaten hinzu geben und gut vermischen. Den Teig zudeckt ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Anschließend den Teig zu 12 runden Brötchen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Praxistipp: Die Hände zuvor mit etwas Sonnenblumenöl einölen.
Die Brötchen etwas flach andrücken und auf dem Backblech erneut 30 Minuten gehen lassen.
Dann die Brötchen im auf 225 °C vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.

Aus dem gleichen Teig lassen sich übrigens auch Baguettes formen. Oder gleich die doppelte Menge Brötchen herstellen und einfrieren. Die lassen sich bei Bedarf gefroren in den Ofen legen und ganz schnell hat man ein paar leckere Brötchen.

Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!

 

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8 Kommentare

    1. Hallo,
      vielen Dank für den Hinweis auf die Tapiokastärke. Die haben wir bei den Brötchen noch nicht ausprobiert.
      Einige Seminarteilnehmerinnen mit Histaminintoleranz haben die Brötchen wie im Rezept angegeben ausprobiert und sehr gut vertragen, gab also keinerlei Probleme.
      Vielleicht hängt das auch von den Wechselwirkungen mit der sonstigen Ernährung und/oder Medikamenten ab.

  1. Die Hefe wird man gut gegen Weinsteinbackpulver austauschen können. Da werden die Brötchen vielleicht nicht gar so locker.
    Wir vertragen auch keine Hefe, weil sie auf WeizenBasis angesetzt wird.

    1. Hallo Isabel,
      lass uns bitte wissen, wie die Brötchen mit Weinsteinbackpulver geworden sind.

      PS: Die Hefeunverträglichkeit könnte auch andere Ursachen als Weizen haben. Bei der heutigen Hefeherstellung werden Reinzuchthefen verwendet und eine wässrige Lösung mit 8-10% Melasse dient als Nährboden.

  2. Nachdem ich seit kurzem an Getreide Unverträglichkeit leide, werde ich dieses Rezept ausprobieren. Sicher eine blöde Frage, aber: einfrieren nach dem 1. mal backen und dann zum auftauen / aufbacken nochmal direkt in den Backofen? Oder extra auftauen lassen und dann aufbacken? (Jaja, kochen kann ich, aber backen bin ich ein Anfänger)

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