Wild – lecker und gesund

Wenn die Tage merklich kürzer und das Wetter nass-kalt wird, dann steigt das Bedürfnis nach wärmenden und energiegebenden Dingen. Diesem Bedürfnis wurde früher – und zum Glück wieder zunehmend – über die Ernährung Rechnung getragen. Schmorbraten, Kohl und Kraut, Esskastanien und als Salat eher die mit Bitterstoffen, wie Endivien und Chicorée. Und danach Bratapfel oder eingemachte Rotweinpflaumen.
Auch beim Fleisch passen die energievollen und wärmenden Sorten jetzt besonders gut, wie z.B. Gans und Wild.

Spannender Weise ist der Anteil an verzehrtem Wild in Deutschland mit durchschnittlich 120 gr pro Einwohner und Jahr extrem gering. Insbesondere in Relation zu den rund 90 kg Fleischprodukten, die jeder von uns im Schnitt pro Jahr verzehrt! Dabei hat Wild nicht nur wegen dem wärmenden und energiegebenden Aspekt viele Vorteile.

Wild ist gesund

  • Wild versorgt uns mit seinem Vitamin- und Mineraliengehalt mit wichtigen Nährstoffen,
  • es ist cholesterin- und fettarmen,
  • reich an essentiellen Omega-3-Fettsäuren, die der Körper für viele Funktionen benötigt, aber nicht selbst herstellen kann,
  • es ist lecker und leicht zuzubereiten
  • und ist kostengünstig – wenn man richtig rechnet. Aufgrund des viel höheren Energiegehalts benötigt man von Wild deutlich geringere Mengen.
 Auch für das Tier ist es viel angenehmer, insbesondere im Vergleich zu Großmästereien.  
  • Wild wird weder mit Hormonen noch mit Antibiotika gefütter,
  • lebt es in seinem natürlichen Umfeld und ist nicht in einen Stall eingepfercht,
  • kann sich sein Fressen aussuchen und bekommt kein Mastfutter
  • und hat keinen Transportstress.

Ökologisch sinnvoll

Aber mit dem Verzehr von heimischem Wild tun Sie nicht nur sich und ihrer Gesundheit einen Gefallen, sondern helfen auch der Umwelt. Aufgrund der Monokulturen und dem Fehlen natürlicher Feinde nehmen die Wildbestände, vor allem die Wildschweine, rapide zu. Deshalb sind die meisten Jäger froh, wenn sie dafür einen Abnehmer haben, der die Qualität zu schätzen weis. Und hier ist Geiz nicht geil, sondern einfach nur dumm. Denn wer im Discounter einkauft und meint, ein paar Euro zu sparen, der legt doppelt drauf. Einerseits weil die Qualität deutlich schlechter ist, weshalb inzwischen auch viele bei Wild die Nase rümpfen. Andererseits weil dort die Kosten für die Umwelt deutlich höher sind, auch wenn die Preise zunächst günstig aussehen. Das dort angebotene Wild kommt häufig aus Neuseeland und Südamerika, schädigt also aufgrund der zigtausend Kilometer Transport noch zusätzlich die Umwelt.

Wäre das nicht mal ein Versuch wert, sich ein richtig gutes Stück Fleisch zu gönnen?
Falls Sie keinen Jäger in ihrer Nähe finden, fragen Sie einfach beim Forstamt, die helfen Ihnen weiter. Und keine Angst, dort müssen Sie nicht eine ganze Wildsau nehmen, Sie bekommen das Fleisch dort auch schon fix und fertig zerlegt.
Einfach mal trauen! Denn besser als Natur ist nur mehr Natur!

 

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Ein Kommentar

  1. Es gibt keine gesünderen LEBENSmittel als die “Wilden”. Das sind noch echte LEBENSmittel. Neben Wildkräutern sind auch Wildtiere, egal ob Wildschwein, Reh usw. richtig gute Lebensmittel. Sie wachsen natürlich und streßfrei auf und anders als Hausschwein oder Rinder haben sie auch keinen “Schlachthofstreß”. Und in der Regel spiegelt der Preis die Qualität! Wer billig kauft, muss auch hinnehmen, wenn er minderwertiges oder sogar gammeliges Fleisch auf seinem Teller hat. Bei logischer Betrachtung kann billig nicht gut sein. Gute Qualität hat ihren Preis – ihren gerechten und richtigen Preis. Deswegen halte ich mich an die Devise: Hände weg von Billigfutter, Hirn einschalten und genau hinschauen: wo kommt was her und wie ist es behandelt und verpackt.
    Danke, Stefan, für den Artikel. Ich kann dem voll und ganz zustimmen.

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