Pseudo-Umweltschutz in Absurdistan

Wer uns kennt, der weiß wie wichtig uns Umweltschutz und eine unbelastete Natur ist. Leider drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass staatlicher Umweltschutz in Deutschland ein Schutz von Konzerninteressen und eine Umsatzbeschaffungsmaschine für diese ist.
Da betrügt ein Konzern bei den Abgaswerten – und statt dass dieser zur wirklichen Behebung des Problems oder zu Schadenersatz verpflichtet wird, haben die eh schon Betrogenen einen deutlichen Wertverlust ihrer Autos und werden mit Fahrverboten in den größeren Städten zusätzlich gestraft.
Und das aufgrund völlig widersinniger und willkürlich festgelegter Grenzwerte.

Umweltschutzverordnungen, die die Umwelt schädigen

Dass um die für Diesel geltenden Abgas-Grenzwerte einzuhalten niemand mehr einen Adventskranz anzünden oder auf einem Gasherd kochen dürfte, das bleibt außen vor. Auch dass durch die Verbotszonen längere Umwege nötig werden und dadurch nicht weniger sondern deutlich mehr Abgase entstehen interessiert nicht. Ebenso wenig, dass durch das Verschrotten funktionsfähiger Autos und deren Neuanschaffung Unmengen an Ressourcen verbraucht werden.

Besonders “spaßig” ist, dass genau die jetzt verbotenen Diesel über Jahre wegen ihrer Umweltverträglichkeit angepriesen wurden! Und dass die deutlich größeren Dreckschleudern, Flugzeuge und Traktoren, mit mehr als 1.000.000.000 Euro (in Worten: eine Milliarde Euro!) subventioniert werden – jährlich. In Deutschland! Nur für Flugbenzin und Agrardiesel!
Ein Schelm, der sich dabei was denkt.

Eine aktuelle Doku verdeutlicht den gesamten Schwachsinn Wahnsinn und zeigt, dass es nach der herrschenden Logik unserer Politiker unbedenklicher ist, den ganzen Tag in Stuttgart an der Hauptverkehrsader zu stehen als an einem Gasherd zu kochen.

Da denkt man unweigerlich an einen Schildbürgerstreich. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Zulassung für das Pflanzengift Glyphosat erst verlängert wurde. Und allein davon werden immerhin 5000 Tonnen (in Worten: fünftausend Tonnen!) pro Jahr in Deutschland verspritzt. Und das ist nur eins der laut Bundesumweltamt 753 zugelassenen “Mittel”.

Ab in den Wald?

Der deutsche Wald, Sinnbild für Natur pur, da kann man mit einem ausgedehnten Spaziergang sicher etwas für die Gesundheit tun. Zumal wie der Dieselfake die Dieselgrenzwerte zeigen, unsere Politiker sehr um die Luftreinhaltung bemüht sind und diese dort dann besonders gut sein müsste.

Zumindest was den Pfälzer Wald betrifft sollte man da etwas vorsichtig sein. Hier wäre Umweltschutz dringend nötig. Denn über diesem lassen zivile Verkehrsflugzeuge offiziell 200 Tonnen Flugbenzin ab – pro Jahr!
Als ob das nicht schon heftig genug ist, ausländische Militärflugzeugen rund um die US Air Base Ramstein lassen auch noch gewaltige Mengen des noch problematischeren Militärkraftstoffs ab. Da bekommt der Ausdruck “Walddusche” doch ein ganz neue Bedeutung. Hierzu eine aktuelle Doku.

Wie lange noch?

Viele sind von solchen Verhältnissen – die man eher in einer Bananenrepublik vermutet – erschüttert und fühlen sich diesen ohnmächtig ausgeliefert. Ändern wird sich erst etwas, wenn die Politiker für ihre Entscheidungen gerade stehen müssen. Müsste zum Beispiel jeder, der Pflanzengifte für unbedenklich hält und für die Verlängerung deren Zulassung stimmt einen Becher davon trinken, wäre Glyphosat nie genehmigt worden. Oder wenn deutsche und amerikanische Politiker ihren Urlaub gemeinsam im Zelt in der Einflugschneise der Air Base Ramstein ableisten müssten …

Aber solange Konzerninteressen wichtiger als die Gesundheit der Bevölkerung sind und sich die Politiker eher als Erziehungsberechtigte aufspielen statt Diener des Volkes zu sein, wird man sich weiterhin wie in Absurdistan vorkommen.

 

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