Die meisten Wildunfälle sind vermeidbar

Gerade jetzt im Herbst nach der Umstellung der Uhrzeit wenn es wieder früh dunkel wird besteht die Gefahr, dass Wild die Fahrbahn quert. Was schnell auch zu einem Unfall führen kann. Das ist nicht nur mit Ärger und Kosten verbunden, sondern kann auch gefährlich sein.
Laut Statistischem Bundesamt kosteten die Wildunfälle 2017 zehn Menschen das Leben, 606 Menschen wurden schwer und 2308 leicht verletzt. 275.000 Wildunfälle wurden den Kasko-Versicherungen gemeldet. Der Schaden belief sich auf 744 Mio. Euro! Hinzu kommen die nicht versicherten Schäden. Nach Schätzungen des Deutschen Jagdverbandes dürfte die Gesamtzahl etwa viermal so hoch sein.

Wildschwein

Taucht zum Beispiel ein Wildschwein in 60 Metern Entfernung auf der Straße auf, dann reicht eine Vollbremsung bei Tempo 80 km/h, um das Auto auf trockener Straße noch rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Bei Tempo 100 km/h würde man mit 60 km/h auf das Wildschwein knallen. Das entspricht einem Aufprallgewicht von 3,5 Tonnen!

WildwechselDeshalb bitte immer vorsichtig fahren – nicht nur wenn das Verkehrsschild “Wildwechsel” am Straßenrand steht. Dann aber ganz besonders und gerade während der Dämmerung und nachts eher mal etwas langsamer unterwegs sein. Ein möglicher Wildschaden kostet deutlich mehr Zeit als die paar Minuten, die man schneller am Ziel ist. Und das Wildschwein als leckerer Braten auf dem Teller ist deutlich angenehmer und bekömmlicher als angefahren auf der Kühlerhaube.

Falls sich wegen der Unfallgefahr jemand über das Wild ärgert und meint, “was müssen die blöden Viecher auch über unsere Straße laufen” dem nachfolgender Merksatz zur Erinnerung:

Lebensraum

 

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