In der Wildnis bin ich frei

Miriam Lancewood arbeitet als Lehrerin in Neuseeland, als sie beschließt, Komfort und Sicherheit gegen ein einfaches Nomadenleben einzutauschen. Sie verkauft Hab und Gut, kündigt Job und Wohnung, um mit Rucksack, Zelt und Proviant in die raue Bergwelt Neuseelands zu ziehen. Mit ihrem Ehemann Peter macht sie sich auf, mitten in die atemberaubende Natur Neuseelands. Die beiden übernachten im Zelt und in Berghütten, ernähren sich von wilden Tieren und essbaren Pflanzen. Sie wandern in unbekannten Täler, durch üppige Wälder und erkunden verborgene Seitenarme reißender Flüsse. Und auch wenn die Winter unerbittlich kalt sind und die Abgeschiedenheit an den Nerven zehrt, findet Miriam hier eine Verbindung zur Natur und zu sich selbst, die alle Strapazen aufwiegt. So findet Miriam als Aussteigerin in der Einsamkeit nicht nur zu innerer Klarheit und Stärke, sondern auch ihren Platz in der Welt. Fesselnd und inspirierend erzählt Miriam Lancewood von ihrem großen Abenteuer in der Wildnis und davon, was im Leben wirklich wichtig ist.

Ein freies Leben zu führen bedeutet für mich, einer ungewissen Zukunft mutig entgegen zu treten.

Seit acht Jahren lebt Miriam Lancewood jetzt in der Wildnis. Immer an ihrer Seite: ein Jagdbogen – und ihr 30 Jahre älterer Ehemann Peter, der mit seinen langen grauen Haaren und der wettergegerbten Haut locker als Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ durchgehen würde. Aktuell in den Rhodopen, dem südbulgarischen Gebirgsmassiv, vier Stunden von Sofia entfernt.

 

Wildnis = Verzicht = Freiheit

Kein Job, keine feste Wohnung, kein fließendes Wasser, keine Toilette, kein Bett, kein Auto, keine Kranken- oder Pensionsversicherung, kein Smartphone, kein Computer, keine Sicherheiten: Miriam hat alles aufgegeben und für jedes Teil, das sie hinter sich gelassen hat, etwas zurückbekommen. Die Uhr kam weg, dafür erhielt sie Zeit. Der Verkauf des Autos mobilisierte ungeahnte Willenskraft, es überallhin zu Fuß zu schaffen. Die eigenen vier Wände wurden gegen ein grünes Wohnzimmer eingetauscht, so groß, dass man nicht erkennen kann, wo es anfängt und wo es aufhört.

Wer bei Miriams Geschichte jetzt eine Frau mit verfilzten Haarer, dreckigen Fingernägeln oder dem einen oder anderen fehlenden Zahn erwartet, der irrt sich. Sie könnte ohne weiteres als Postergirl für einen Sportartikelhersteller werben. Hellwache grüne Augen, glatt rasierte Beine und ein perlweißes Gebiss. Die Natur sei noch immer die beste Apotheke. Frisches Obst, Kräuter und Wild, viel Bewegung und reichlich Sauerstoff – was will man/frau mehr.
Was Miriam am schnellsten in der Wildnis gelernt hat: die Dinge so anzunehmen, wie sie kommen. Und nach einigen Wochen in der Wildnis und täglich zehn, zwölf Stunden Schlaf bemerkte sie, wie ihre Energie sich zu potenzieren begann. Sie habe es selbst nicht glauben wollen, aber „Schlaf ist ein unterschätztes Allheilmittel“.
Wer aufhört nach Sicherheit zu suchen, bekommt die Chance Freiheit zu finden
In ihrem Fall bedeutet Freiheit: alle Zeit der Welt zu haben und die Natur zu spüren. Der Wald ist für sie ein Zuhause mit grünem Dach und fließendem Wasser aus Bächen.

Miriam Lancewoods Tipps, um sich sofort freier zu fühlen:

  • Jahresregel: Entsorge alles, was du im vergangenen Jahr nicht benutzt hast. Es wird dir nicht fehlen und macht dafür Speicherplatz im Gehirn frei.
  • Finde das Grün: Nimm TÄGLICH die Natur bewusst wahr und nicht nur am Wochenende.
  • Keine Selfies. Meist sucht man doch nur was einen stört.
  • Umarme die Langeweile. Das schärft deine Sinne. Wann hast du zum letzten Mal den Flügelschlag eines Vogels gehört?
  • Trainiere deinen Körper. Physisch stark fühlt man sich weniger ohnmächtig. Schlafe genügend, nur so kann der Körper regenerieren

 

Mehr zu den Erlebnissen und Erfahrungen von Miriam Lancewood in ihrem Buch:
 “IN DER WILDNIS BIN ICH FREI” *

Buch: "In der Wildnis bin ich frei"

 

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